• Pinky T. Wise

Kreativität: Können Bots denken?




Kreativität, was ist das eigentlich genau?


Kreativität ist die Kunst, eigene Ideen entstehen zu lassen und diese dank deines Gehirns weiter zu entwickeln. Kreativität ist gefragt wie nie. Sie ist eine der wertvollsten Ressourcen über die wir ständig verfügen und ist heute wertvoller denn je, um Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Sie ist uns angeboren und damit für dich immer abrufbar.


Kreativität kann jedoch nur dann entstehen, wenn wir es uns auch zutrauen, Dinge zu verändern oder gar zu erschaffen. Sie ist nicht wirklich programmierbar und kann auch nicht kopiert werden. Unsere Kreativität ist einzigartig und individuell. Mit dieser Fähigkeit können wir immer wieder auf neuartige und originelle Art denken, Lösungen aufdecken und neue Ideen finden, Dinge neu erschaffen und sogar bestehende Probleme damit lösen.


Das alles, was hier so einfach klingt, hat jedoch viele Facetten. Es kann alles Mögliche bedeuten, um diesen Einfallsreichtum, unsere Vorstellungskraft, unsere Fantasie durch frische Ideen anzureichern. Du musst es nur zulassen und aus dem festgelegten Rahmen heraustreten. Dies ermöglicht es dir innovativ zu sein, der Logik zu entfliehen, um Herausforderungen auf eine andere Art zu begegnen und von der Routine abzuweichen.



Kreativität ist eine fantastische Gabe


Durch diese Gabe der Kreativität können Erfindungen, Verbesserungen und ganz neue Dinge entstehen. Ein Perspektivenwechsel kann im kreativen Prozess zu überraschenden Erkenntnissen führen. Kreativität fördert die Hirnaktivität. Wenn du deine Gedanken frei laufen lässt, entstehen oftmals unerwartet Dinge, die dich beschäftigen oder unterbewusst sogar störten. Kreativität und kreatives Denken kannst du trainieren, aber kannst du das auch einer künstlichen Intelligenz (KI) beibringen oder Kreativität sogar programmieren?



Was sind denn eigentlich Bots?


Science-Fiction-Autoren zeigen es uns seit Jahrzehnten auf. Dort gibt es Bots, die sich wie Menschen verhalten, sogar so aussehen und dennoch Roboter sind.

Die heutigen Bots werden in sozialen Medien eingesetzt und geben dort automatische Antworten und kontrollieren die Unterhaltung. Jede Suchmaschine verfügt über Bots, dort werden sie als Webcrawler bezeichnet und folgen den vorhandenen Links, die dann den Inhalt der Seiten auswerten.



Können diese Bots auch denken und kreativ sein?


#cyberart...hierzu mehr im Web

Klar kann man eine Maschine ein Bild malen lassen. Ein Computerprogramm kann auch Musik erzeugen und einen Roboterarm sehr komplexe und monotone Arbeiten selbstständig erledigen lassen. Nur kreativ sind sie dabei nicht wirklich, weil sie nicht selbstständig denken können.

Diese Maschinen folgen einen festgelegten Programmablauf, einem Algorithmus, einer zuvor definierten Route, bei der zuvor verschiedene Eventualitäten berücksichtigt sind.

Mit Hilfe der Robotic werden Tag täglich mehr und mehr Prozesse automatisiert, die zuvor der Mensch übernahm (RPA=Robotic Process Automation).



memory experiences upload => memory 2.0

Künstliche Intelligenz kann nur durch einen gewaltigen Berg an Informationen erzeugt werden, große netzwerkverbundene Datenbanken füttern diese Programme mit riesigem Input an. Mit all diesem Informationen kann man dann den sogenannten „Bot“ anreichern. Künstlerisches Potenzial wird hierauf hin simuliert und wirkt so, als sei es kreativ.

Unbestritten, schlau wirken diese Systeme und das ist erst der Anfang.

Malen, Zeichnen, Gedichte verfassen und Musikstücke komponieren, alles scheint vorstellbar und ist heute schon so umsetzbar.


Durch Zufallsoptionen kann man Programmabläufe so aussehen lassen, als ob dies Kreativität sei, dennoch folgen sie nie ihrem Gewissen, dem Bauchgefühl oder können selbstständig eigene Entscheidungen treffen. Diese Programme sind gefangen in ihren eigenen Verknüpfungen, den gelernten „Input“ immer wieder stringent zu verarbeiten, zu simulieren und anzuwenden.



Gelerntes Wissen anwenden - Aber machst du das nicht auch so?


Jeden Tag lernst du aufs Neue, sammelst neue Erfahrungen. Durch deine Sinne erlebst du deine Umwelt. Deinen täglichen Input bekommst auch du. Wir Menschen begreifen und analysieren ständig alles um uns herum. Denken und hinterfragen, fühlen und verstehen, lernen eigenständig und wenden dies an. Träumen und fantasieren, kennen Schmerzen, Trauer, Wut. Kennen Glück und Harmonie. Kann man diese Emotionen etwa auch programmieren? Und wie schreibt sich nochmal genau der Code für einen Geistesblitz?



Solange all diese Emotionen dem Menschen und nicht der Maschine vorbehalten sind, besteht weiterhin die Hoffnung, dass es auch nur für uns diese Kreativität als besondere Fähigkeit, als ein Special Feature geben wird.


Die Maschine, der Rechner kann Kreativität zwar nachsimulieren und scheinbar so tun, als ob, jedoch kann sie/er diese (noch) nicht selbstständig entstehen lassen.


Ideen zu entwickeln, bleibt vorerst zum Glück dem Menschen als kreatives Feature erhalten. Mal abwarten, ob die Entwicklung sich irgendwann selbst entwickeln kann.

Oder glaubst du, dass künstliche Intelligenz durch Bots tatsächlich kreativ sein kann?


Gastautor: Pinky T. Wise

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