• Susanne Heinen

Märchen, ein kleiner Schatz der Vergangenheit



Es war einmal...zauberhafte Welten, Gefahr und Abenteuer und meist ein gutes Ende. Du kennst bestimmt mindestens ein Märchen oder hast sogar ein Lieblingsmärchen? Oft scheint das alles jedoch so weit weg, fast wie aus einer anderen Zeit. Im Erwachsenenalter geraten die Märchen meist in Vergessenheit und werden erst wieder aktuell, wenn man selbst in die Elternrolle schlüpft oder in der Verwandtschaft/im Freundeskreis kleine Kinder sind, denen man ein Märchen vorlesen oder erzählen möchte.

In diesem Artikel geht um einen kleinen Ausflug in die Welt der Märchen, vielleicht erinnerst du dich...



Die Märchen meiner Kindheit


Märchen begleiten mich schon seit meiner frühsten Kindheit. Als Kind der 70er/80er Jahre hatte ich einen Kassettenrekorder und die Märchen der Gebrüder Grimm liefen bei mir den ganzen Tag. Ich hatte ein Schrankbett, das war damals groß in Mode und das Tolle war, dass mein Kassettenrekorder direkt am Schreibtisch daneben stand. So konnte ich sogar auch abends im Bett zum Einschlafen noch ein Märchen hören und die Kassette wenden, ohne aufzustehen:-). Übrigens, das Schrankbett war mir immer unheimlich. Ich dachte, dass nachts irgendwann die Federn herausspringen und durch die Matratze schlagen. Schon als Kind hatte ich ein Gefühl für Gefahr:-).


Denke ich jetzt an die Märchen zurück, habe ich sofort die schöne Stimme des Erzählers Hans Paetsch im Ohr. Ich glaube, er war damals der Erzähler überhaupt und im Dauereinsatz bei Europa und Polydor.


Hier findest Du ein Hörbeispiel von Hans Paetsch mit dem Märchen der Gebrüder Grimm "Das tapfere Schneiderlein".



Der Aufbau eines Märchens


Ist dir schon aufgefallen, dass alle Märchen meistens einem bestimmten Muster folgen? Die Hauptperson gerät in Schwierigkeiten, muss eine Aufgabe lösen oder sich beweisen. Es gibt einen Bösewicht oder böse Mächte, die den Helden daran hindern wollen, zum Ziel zu kommen. Durch eine Idee oder die Mithilfe von anderen, gelingt es schließlich die Aufgabe zu lösen. Meist geht es gut oder glimpflich aus. Natürlich nicht ohne Belehrung. Die sogenannte Moral von der Geschichte wird teilweise hart durchgesetzt. Das Gute wird belohnt, das Schlechte wird bestraft.



Nostalgie aus dem Kassettenrekorder


Vieles habe ich als Kind nicht in aller Konsequenz begriffen und meine Märchenkassetten haben sicher auch immer eine eher kindgerechte Version erzählt. Vielleicht sind mir diese Märchen deswegen so positiv in Erinnerung geblieben, weil alles Grausame, was in Märchen nun mal angedeutet wird, nur beiläufig erwähnt wurde.


Somit hole ich sie mir immer wieder gerne hervor, meine alten Kassetten, die ich aus Nostalgiegründen in einer Schachtel aufbewahre. Ich schaue die Bilder auf den Kassetten an und weiß noch genau, wie es war, damals, als ich abends im dunklen Kinderzimmer noch ein Märchen auf/in dem Schrankbett liegend anhörte.


Es war einmal eine Zeit, als auch du noch klein warst und vielleicht konnte ich dir den Weg zu deinem Lieblingsmärchen wieder auftun?


Ich freue mich über dein Feedback und den Namen deines Lieblingsmärchens in den Kommentaren.



Zum Abschluss noch ein Haiku:



Eine Übersicht aller Märchen der Gebrüder Grimm zum Nachlesen findest du hier.



58 Ansichten4 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen