• Susanne Heinen

Mut, mutig umgesetzt!


Was bedeutet es eigentlich, Mut zu haben, mutig zu sein? Sind es nur die großen Taten oder auch kleine Veränderungen, die Mut erfordern oder uns mutig erscheinen lassen. Manchmal stehen wir uns selbst im Weg und verharren in alten Mustern, nicht bereit, um mutig Änderungen vorzunehmen.

In diesem Artikel geht es um den Mut des Alltags, der oftmals größer ist, als es für uns auf den ersten Blick scheint und den Mut, sein Leben mutig zu leben.



Mut hat viele Gesichter


Mutig sein, im normalen Alltag stellt sich die Frage danach nicht all zu oft. Das denken wir zumindest. Man lebt sein Leben, trifft täglich viele große und kleine Entscheidungen und nimmt sich selten die Zeit darüber nachzudenken.

Würdest du in einem stillen Moment in dich gehen, würde dir gewiss die eine oder andere Situation in den Sinn kommen, wo du mutig warst oder im Nachhinein gerne mutiger gewesen wärst. Der Begriff „Mut“ ist mit vielen Glaubenssätzen und Vorurteilen verwoben, die es uns oft nicht erlauben, auch kleine Erfolge zu würdigen und stolz auf uns zu sein.


Schon alleine wenn man sich das Wort “Mut“ als Definition ansieht, wird schnell klar, dass Mut eine große Spannweite an Eigenschaften hat.


Doch so unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich ist auch ihr Mut. Was für den einen unglaubliche Überwindung erfordert, macht der andere mit einem Schulterzucken. Vielleicht gilt es eine dicke Spinne einzufangen, der dunkle Keller ist nicht geheuer oder ein Vortrag vor 100 Leuten ist zu halten. Dem Mut, wie er in Actionfilmen oder Thrillern gezeigt wird, sehen wir gerne (in eine Decke gekuschelt und die Chips daneben) bewundernd zu und denken uns, gut, dass wir das gerade nicht machen müssen.


Mutig zu sein, hat viele Facetten. Je nachdem, wo und in welcher Lebenssituation wir leben, nehmen wir den eigenen Mut oder den Mut der anderen nur noch bedingt wahr.

Im Alltag fordert es unseren Mut, für unsere Meinung und unsere Überzeugungen einzustehen, z. B. eine Gehaltserhöhung auszuhandeln, bei gesellschaftlichen Fragen Stellung zu beziehen, auch unbequeme Wege zu gehen und Widerstand auszuhalten.


Jeder hat sein eigenes Mutbarometer, Ängste, denen er sich stellen muss, deswegen ist ein Vergleich mit anderen hier auch sinnlos. Was aber vermutlich bei allen Menschen als Überlebensinstikt abrufbar ist, dass im Angesicht größter Gefahr alle Schalter auf Mut umlegt werden, um sich oder andere zu retten.


Doch Mut braucht auch immer die Angst, die es zu überwinden gilt. Die den Mut auch ein bisschen zähmt, damit man nicht mutig alles riskiert und vielleicht alles verliert. Die Angst hält den Mut in Schach, damit er nicht übertreibt. Schließlich gibt es ja noch den Übermut, der oftmals böse Konsequenzen nach sich zieht. Nicht zu vergessen ist aber der persönliche Motor, nämlich dein Lebensmut.



Der Lebensmut, das Licht in der Dunkelheit


An vielen Wendepunkten des Lebens, wenn der Mut dich vermeintlich verlässt, da reicht er dir die Hand. Wenn du vor hohen Bergen, unlösbaren Aufgaben stehst, den Trümmern von Dingen, die dir lieb und teuer waren, eine Krankheit dich überrascht, das alles erfordert deinen Lebensmut.


Den Lebensmut stelle ich mir als alten, väterlichen Freund vor. Er ist seit deiner Geburt dein ständiger Begleiter, sorgt dafür, dass du dein Leben gut meisterst und neuen Herausforderungen immer wieder mutig begegnest. Oftmals muss er hart arbeiten, damit du ihn hörst, aber er gibt so schnell nicht auf. Er ist die Hoffnung und die Zuversicht, die auch in dunklen Stunden versucht, dich an die Hand zu nehmen.



Der Mutballon zum Abheben


Zum Thema "Mut" habe ich dieses Bild gestaltet. Hier siehst du einen Fesselballon als symbolisches Zeichen aufzubrechen.


Der Mut, sein Leben mutig zu leben.

Manchmal muss man sich ein Herz fassen, um einfach loszufliegen. Den Mut dazu aufzubringen, ist oft nicht leicht. Manchmal steht man so lange vor dem Korb und zögert mit dem Einsteigen, dass plötzlich das Wetter schlecht ist und man deswegen nicht mehr los kann. Ist das dann Fügung? Vielleicht ist man auch ohne großes Nachdenken einfach losgeflogen und plötzlich fehlt das Ziel. Ist das dann Übermut?


Wir alle haben keine Wahrsagerkugel und können nicht zu 100% voraussehen, was unsere Entscheidungen bewirken. Den richtigen Moment im Leben zu erwischen, wo Mut und Intuition im Einklang sind, das sind die Momente, wo wir genau zuhören müssen... denn die Stimme des Mutes ist oft leise. Hörst Du ihr zu?

"Über den Wolken Lauschen die Sterne, Hinter den Nebeln Lächelt die Ferne. Brich durch die Ängste, Fliege, mein Mut! Deine Gestirne Führen dich gut."


Hermann Kurz

(1812 - 1873)

deutscher Theologe und Schriftsteller



Gestalte deinen Mutballon


Zum Schluss noch eine kleine Anregung, wie du dir selbst ein bisschen Mut machen kannst, für Dinge, Träume, Entscheidungen, die du schon lange umsetzen wolltest. Es ist eine gute Methode, um sich in einfachen Worten festzuhalten, was man gerne schaffen würde. Wo es vielleicht gilt, eine Angst zu überwinden, um ans Ziel zu kommen. Oft reicht nur ein Wort, ein kurzer Satz. Alleine das Nachdenken und das Verschriftlichen bringt dich deinem Mut ein Stück näher.


Den noch leeren Mutballon zum Ausdrucken findest du hier zum Herunterladen. Er darf dein Mutzettel sein, dein persönlicher Motivationsballon, der deinem Vorhaben ein Gesicht gibt.

Als Botschaft kannst du dir in den Ballon das hineinschreiben, für dass es Mut von dir braucht und gleichzeitig eine Erlaubnis, die dich positiv bestärkt. Du kannst deinen Mutballon dort aufhängen, wo du ihn oft im Blick hast, einem Spiegel, am Kühlschrank, am Nachttisch.


Und irgendwann, wenn es für dich an der Zeit ist, kannst du losfliegen. Ich wünsche dir einen guten Flug!



„Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.“
(Walt Disney)

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