• Susanne Heinen

artCounseling trifft artJournaling

Warum ich artCounseling mit artJournaling-Techniken liebe!


Kaum hat der Monat begonnen, ist er schon wieder vorbei. Oftmals blickt man nicht zurück, so gefangen ist man in der Hektik des Alltags, der stressigen Betriebsamkeit oder auch im Einerlei der täglichen Routine, der monotonen Gleichförmigkeit.

Auf die eine oder andere Weise fehlen oftmals oder gerade jetzt die Momente des Glücks und des Austauschs. Jeder spürt bei sich selbst Defizite durch den Verzicht auf die schönen Dinge des Lebens, die für jeden natürlich anders gelagert sind.



"Pandemiemüde" - der Schleier der trüben Gedanken


In meinem privaten Umfeld bemerke ich seit letztem Jahr, dass sich teilweise ein lähmender Schatten auf vorher positive und aktive Menschen legt, dass das mit „sich alleine sein“ ohne große Ablenkung durch Aktivitäten von außen, schwer und schwerer auszuhalten ist. Auf Nachfrage höre ich oft: „Mir ist so langweilig, was soll ich denn machen. Jeder Tag ist doch sowieso wie der andere“. Damit meine ich nicht, dass diesen Menschen langweilig vom Nichtstun ist.


Viele reiben sich förmlich auf, sich dem „neuen Normal“ anzupassen und z.B. das Spagat zwischen Homeoffice und Homeschooling zu schaffen. Doch in dem kleinen Fenster das bleibt, in dem Zeit wäre für sich selbst, ein Hobby, eine Aktivität...nichts und Leere. Die Kraft fehlt, das eigene Licht ein bisschen heller zu drehen, sich auf eine Sache zu fokussieren, die vielleicht auch völlig sinnfrei einfach Spaß macht.


Deshalb die Frage, was nehme ich mir mit aus den vergangenen Wochen, was möchte ich festhalten? Manch einer pflegt noch die alte Tradition des Tagebuchschreibens, andere halten Erlebnisse durch Fotos mit Datum in ihrer Cloud oder in Whatsapp-Nachrichten fest. Auf die eine oder andere Art trägt jeder Erinnerungen zusammen.


Genau hier birgt die Schatzkiste des artCounselings ein Fülle an Anknüpfungsmöglichkeiten, Impulse zu geben, die vielleicht dazu anregen, die eigene Marschroute zu verlassen. Wie kann ich auf Geleistetes zurückblicken, das mir tagtäglich öde und langweilig erscheint und dabei erkennen, hey, das habe ich geschafft, das war toll?



Vom Vision Board zum „Journaling Board“


Das Vision Board, mit dem man Ausblicke auf Träume, Wünsche und Ziele sichtbar und greifbar machen kann, hat in den letzten Jahren schon viele Liebhaber gewonnen und ist auch als Begrifflichkeit bekannt.

Mein „Journaling Board“ lebt eher von der Rückschau, einer Bewertung des Erlebten. Man bringt seine Glücksmomente zu Papier, die im Hier und Jetzt vielleicht nicht unbedingt bewusst sind. Erfährt vielleicht auch das Gefühl von Dankbarkeit für Geleistetes, Geschenktes.


Die Analyse erfolgt dabei auf spielerische Art, für jeden individuell gestaltbar und mit einem unterschiedlichen Ergebnis. Man schaut zwar zurück, aber es wird auch ein Blick in die Zukunft aufgezeigt. Sich Positives zu bewahren, schafft Mut und gibt gleichzeitig im jetzigen Dasein den Rückenwind, um auf der Welle der Zuversicht neue Dinge anzugehen. Wo möchte ich vielleicht hin?




artJournaling bringt dich in den kreativen Fluss


Du musst keine künstlerische Begabung haben oder besonders gut malen und zeichnen können. Alles was du dafür brauchst ist ein Papierformat, mit dem du dich von der Größe her wohlfühlst. Ein DIN A4 Format ist vielleicht für den Beginn gut geeignet, es überfordert nicht vom Platz, den du meinst „gestalten zu müssen“. Überhaupt gibt es kein Muss, kein Gut oder Schlecht. Du kannst auf intuitive Weise dein Monatsblatt so gestalten, wie es für dich in diesem Moment richtig ist und es sich gut anfühlt.


Zu Beginn kannst du ganz einfach starten, es muss kein besonderes Papier sein, wenn du noch nie auf diese Art gearbeitet hast. Ein weißes Druckerpapier, ein Blatt aus dem Malblock der Kinder, vielleicht ein farbiges Blatt, alles ist möglich. Auch die Materialien können einfach gehalten sein, es genügen ein paar farbige Bunt- und Filzstifte, ein Klebestift, eventuell auch ein Farbkasten und Pinsel oder Metallicmarker für Akzente. Man muss nicht in eine große Ausrüstung investieren, wenn man beginnen will.


Oft entstehen durch das Tun viele Impulse und Ideen, so dass du wie selbstverständlich in deine eigene Art kommst, kreativ und künstlerisch tätig zu sein. Intuition spielt dabei eine ganz große Rolle, sich ausprobieren, die Leichtigkeit und Freude steht im Vordergrund. Nach und nach ergänzst du vielleicht deinen Materialbestand, holst dir Lieblingsfarben oder besondere Papiere. Zu Beginn aber und um einfach die Scheu vor der kreativen Arbeit zu verlieren, reicht es, das zu nutzen und zu kombinieren, was man schon besitzt.




Doch wie mit dem artJournaling beginnen?


Wichtig ist, dass diese Beschäftigung als Ermutigungsübung gedacht ist. Beim Blick zurück auf diese letzten 4 Wochen des Vormonats nehmen wir mit, was uns gut gelungen ist, wofür wir dankbar sind, was wir bewahren wollen. Der Blick zurück soll uns stärken und uns der Kraft bewusst machen, was wir gut geschafft haben, wo wir stolz sein können.

Das heißt nicht, dass wir den Blick verschließen vor Kummer und Sorgen, sondern wir wollen wie ein/e gute/r Freund/in wohlwollend selbst mit uns sprechen, uns Mut zusprechen, durch die Farben, Worte, Bilder, die auf dieser Seite entstehen. Mit Hilfe von Bildern, Zitaten, Illustrationen, Fotos und Texten als Collage erschafft man aus der Selbstreflexion heraus einen Schnappschuss ähnlich einem Foto. So bin ich heute hier, das nehme ich mir mit aus dem vergangenen Monat.


Am schönsten ist das zu Beginn natürlich in einer Gruppe im Atelier, wo jeder in Ruhe arbeiten kann, Material bereitliegt, Farben und viele Dinge zur Inspiration zur Verfügung stehen. Wo eine Anleitung da ist, wie du beginnen kannst und du nicht alleine gelassen bist. Wo auch ein Austausch entstehen kann und jeder am Ende seine Gestaltung vorstellen darf, wenn er dies möchte. Gemeinsames künstlerisches Arbeiten an persönlichen Themen in einer wertschätzenden Umgebung öffnet das Herz. Vielleicht auch den Blick auf all das Wundervolle, das in uns steckt und einen neugierigen Ausblick auf das, "was da noch kommt".


„Das habe ich noch nie vorher versucht.
Also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“
Pippi Langstrumpf

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