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„Kleiner Herbst, hauptsächlich mit Farbflächen“: Eine Collage nach Paul Klee

vor 9 Stunden
3 Min. Lesezeit
Collage von Susanne Heinen aus gerissenen Farbflächen in Rot, Orange, Ocker, Olivgrün, Gelbgrün und Braun, mit einem orangen und einem dunkelroten Halbkreis, oben links ein Ahornblatt in Herbstfarben.

Für das Kaleidoskop der Herbstfarben gehen wir in diesem Oktober auf die Suche nach den Herbstleuchtfarben. Wie du dabei mitmachst, erfährst du im eigenen Blogartikel zum Kaleidoskop.


Im Newsletter der Farbkreisreise gibt es eine zweite Aufgabe, die daran anknüpft. Aus den gesammelten Farben entstehen eine persönliche Farbpalette und eine kleine Collage nach Paul Klee, dem die Aufgabe Idee und Titel verdankt. Die Anleitung bekommst du nur dort, hier im Blog erzähle ich die Geschichte dahinter.



Wer war Paul Klee?


Paul Klee wurde am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern geboren. Sein Vater war Musiklehrer, und lange schwankte Klee zwischen Musik und Malerei.


Schwarz-Weiß-Porträt des Malers Paul Klee aus dem Jahr 1911, mit kurzem Bart und dunklem Anzug, den Blick direkt in die Kamera.
Paul Klee, 1911. Fotografie von Alexander Eliasberg

Die Musik begleitete ihn sein Leben lang. Er studierte in München Kunst und stand dort dem Kreis um den Blauen Reiter nahe.


Bis zu seiner Reise nach Tunesien 1914 arbeitete er vor allem als Zeichner und Grafiker.


Von 1921 bis 1931 lehrte er am Bauhaus in Weimar und Dessau, danach als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.


Bildquelle: Wikipedia

Lizenz: gemeinfrei

1933 entließen ihn die Nationalsozialisten, und Klee kehrte nach Bern zurück. Trotz schwerer Krankheit entstand dort ein umfangreiches Spätwerk, allein 1939 über 1.200 Arbeiten. Er starb am 29. Juni 1940 während eines Kuraufenthalts in Muralto im Tessin.


In seinem eigenen Werkverzeichnis hielt Klee fast 9.000 Arbeiten fest. Die größte Sammlung seiner Werke befindet sich heute im Zentrum Paul Klee in Bern.



Paul Klee und die Farbe


Im April 1914 reiste Paul Klee mit seinen Malerfreunden August Macke und Louis Moilliet für knapp zwei Wochen nach Tunesien. Diese kurze Reise wurde für ihn zum Wendepunkt. Mit Farbe hatte er sich schon vorher beschäftigt, doch das Licht und die Farbigkeit Nordafrikas bestärkten ihn darin, Farbe zunehmend als eigenständiges Ausdrucksmittel einzusetzen.

In sein Tagebuch schrieb er:


„Die Farbe hat mich.“

In den Aquarellen, die er auf der Reise und in den Monaten danach malte, werden Häuser und Landschaften mehr und mehr zu farbigen Flächen. Oft erkennt man die Motive noch, zum Beispiel eine Kuppel, eine Mauer oder einen Garten.


Gemälde von Paul Klee aus rechteckigen Farbflächen in Violett, Blaugrau und dunklen Tönen mit sichtbaren Pinselspuren, unten links eine helle Bogenform, unten rechts ein kleiner roter Akzent.
Paul Klee, Über ein Motiv aus Hammamet, 1914, Tempera auf Karton. Kunstmuseum Basel

Trotzdem stehen diese Bilder für sich, als eigene Kompositionen aus Formen und Farben. Die Farbfelder ließen ihn nicht mehr los. Nach seiner Ägyptenreise 1928/29 entstanden geometrisch gegliederte Bilder, deren horizontale und vertikale Strukturen von den Feldern entlang des Nils angeregt wurden.



Bildquelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei


Die Bildtitel von Paul Klee gefallen mir sehr, weil sie oft wie Notizen aus dem Atelier klingen, die festhalten, wie ein Werk entstanden ist. Das Bild oben heißt „Über ein Motiv aus Hammamet“. Klee malt darin nicht Hammamet selbst, sondern übersetzt ein Motiv, das er dort gesehen hat, in Farbflächen.

Eine Collage nach Paul Klee


Ein Aquarell von 1915 heißt in Klees originaler Schreibweise „Kleine Landschaft, Hauptsächlich mit Farb=Quadraten“. Diesen Titel habe ich mir für die Aufgabe ausgeliehen. Aus der kleinen Landschaft wurde ein kleiner Herbst, aus den Farb=Quadraten wurden Farbflächen.


Mit dieser Collage gehst du einen ähnlichen Weg wie Klee, nur beginnst du an einem anderen Punkt. Während er seine Farben frei wählte, mischst du die Töne, die du draußen gefunden hast, so genau wie möglich nach. Erst in der Collage stehen sie nicht mehr für ein bestimmtes Blatt, sondern wirken als Farbflächen für sich.


Mitmachen über den Newsletter


Die Anleitung in fünf Schritten und das Impulsblatt zum Ausdrucken gibt es exklusiv für die Leserinnen und Leser des Farbkreisreise-Newsletters.


Hier kannst du dich anmelden.

Collagen können bis zum 30. November 2026 auf Instagram mit #kleinerherbstcollage geteilt werden. Bitte markiere mich mit @my_art_counseling.



Galerie


Nach dem 30. November zeige ich hier die eingereichten Collagen. Bevor ich eine Collage in die Galerie aufnehme, frage ich dich per Nachricht. Ich freue mich darauf, deinen „Kleinen Herbst“ zu sehen, und wünsche dir eine schöne Zeit beim Sammeln, Mischen und Gestalten.



Brauner Vogel auf Schaumblasen, dazu die Schriftzüge „Braun“, „Farbe ins Grau“ und „Special Edition Herbst #farbkreisreise“.

Du bist neu bei der Farbkreisreise?


Die Farbkreisreise ist mein freies Jahresprojekt rund um die Farben. Jeden Monat steht eine Farbe im Mittelpunkt, dazu gibt es Impulse und Mitmachaktionen. Diese Aktion gehört zum Farbmonat Braun und ergänzt das Kaleidoskop der Herbstfarben auf Instagram.




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