• Susanne Heinen

Mein Jahresmotto für 2022: Wünsche wünschen, Träume träumen...



In den letzten Tagen des Jahres habe ich es überall gelesen: Jahresmotto. Finde dein Jahresmotto, ein Jahresmotto ist wichtig, ohne Jahresmotto kein Fokus. Da hatte ich gleich gar keine Lust mehr. Vor allem, wenn mich das Thema noch als Dauerschlagzeile in den unzähligen Frauenmagazinen beim Warten an der Kasse im Supermarkt förmlich erschlägt. Dann weiß ich, das Jahresmotto ist quasi im Mainstream angekommen. Ich war also erst einmal dagegen. Mein Wort für 2022 hatte ich ja schon gefunden, wozu also noch zwanghaft ein Motto finden. Doch manchmal kommt es ja anders und das Unterbewusstsein arbeitet im Hintergrund oft unwissentlich an solchen Themen weiter. Hier ist es nun, mein Jahresmotto:



Wünsche wünschen, Träume träumen


Wie ich es schon im meinem Blogartikel "Mein Wort für 2022: Wörterfunkeln" geschildert hatte, kam mir dieser etwas ungelenke Satz eines morgens nach dem Aufwachen in den Sinn. Warum? Vielleicht weil ich mich in den Wochen davor sehr mit Wünschen und Träumen beschäftigt habe. Viele Gespräche geführt habe über die Wünsche und Träume im Freundeskreis, in meiner Familie. Mich auch mit der Frage beschäftigt habe, ob man wunschlos glücklich sein kann oder man irgendwann einmal all seine Träume erreicht hat.



Wünsche wünschen


Hast du Wünsche? Hast du vielleicht auch solche Wünsche, die so groß wirken, dass du sie nicht aussprichst? Ich schon. Wir gleichen unsere Wünsche meistens mit einer möglichen Realität ab. Kann das irgendwann wirklich passieren oder ist das unmöglich?



Mein größter Wunsch beim Ausblasen von Geburtstagskerzen ist/war immer die Gesundheit, für meine Familie, Freunde, mich. Das ist zwar auch ein Wunsch, der mir auch nicht mit Garantie erfüllt werden kann, es war mir aber wichtig, ihn in meinen Gedanken "irgendwohin" zu richten. Ausgesprochen habe ich meist nur die Wünsche, die auch in meinen Augen erfüllbar waren.





Durch mein artCounseling-Studium habe ich mich in den vergangenen Jahren viel mit dem Thema Affirmationen, Selbstaffirmationen beschäftigt. Meine Erkenntnis daraus: Es ist nicht unwahrscheinlich, sich selbst gedanklich bei der Wunscherfüllung im Weg zu stehen:-). Das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern ist der Arbeitsweise von Informationen im Gehirn geschuldet. Kann ich also aktiv mitwirken, meine Wünsche wahr werden zu lassen, indem ich sie korrekt formuliere und auch sichtbar nach außen trage?



Wünsche sichtbar machen


Über die Jahre habe ich mich schon durch so manches Visionboard geklebt. Da prangten auch Dinge, die schon sehr groß gedacht waren:-). Nur jetzt kommt der entscheidende Punkt. Stell dir vor, du zeigst jemandem dein Visionboard mit deinen echt groß gedachten Wünschen und ruderst dann aber gleich entschuldigend zurück, dass das ja sowieso nie eintreffen wird, fast so, als wäre es ja nur ein Spaß gewesen.



Das ist so, als würdest du vor dem Zieleinlauf anhalten, weil du ja doch nicht so schnell warst.

Dann kannst du dein Visionboard auch gleich im Kamin verschüren, denn die Wirkung der Vision ist völlig ausgehebelt.


Deswegen habe ich mir vorgenommen, meine Wünsche nicht mehr Klein zu reden. Große Wünsche zu haben, ist legitim und es ist vor allem auch für Frauen legitim. Ob das mit der Bestellung beim Universum nun wirklich klappt, kann ich nicht beantworten. Was ich für mich aber sicher weiß, ist, dass Wünsche zu haben, auch große, auf den ersten Blick unerreichbare Wünsche, völlig erlaubt ist.



Träume träumen


Mit dem "Träume träumen" meine ich nicht die Träume, die sich nachts im Unterbewusstsein abspielen. Die Art von einen Traum, den ich meine, ist, von etwas zu träumen, als eine bewusste Entscheidung. Vermutlich, weil ich es traumhaft schön fände, würde es eintreffen. Dieses Träumen hat auch sehr viel mit dem Wünschen zu tun. Ich möchte es fast Traumwünschen nennen:-).


Völlig wertungsfrei sich wie ein Kind z.B. ein Pony zu wünschen, so wünsche ich mir jetzt auch meine Wünsche. Als Kind macht man sich gar keine Gedanken darüber, ob das denn jetzt klappt mit dem Pony. Der Wunsch wird einfach ausgesprochen und in Gedanken wird schon gestriegelt, geritten, gefüttert, gekuschelt. In dem Moment ist es ein völlig positiv besetzter Wunsch, der zu Träumen führt, wie das denn sein könnte.



Wird dieses Kind dann älter und es wünscht sich immer noch ein Pony, dann kommen eventuell schon die Gedanken wie: "Das können wir uns nicht leisten", "Ich kann ja gar nicht reiten",...


Der Wunsch, zu dem es einst so schöne Träume, Tagträume gab, wird immer leiser. Das ist jetzt ein sehr einfaches und plakatives Beispiel, macht aber deutlich, wie das mit unseren Erwachsenenwünschen oft läuft. Als Erwachsene brechen wir schon viel früher ab. Der Wunsch wird formuliert und dann sofort zensiert. Leider spinnen wir den Wunsch nicht weiter. Tagräumen nicht mehr vor uns hin, wie das denn alles wäre.


Viel wichtiger, als den Wunsch zu haben, ist es auch zuzulassen, sich in diesen Wunsch hineinzuträumen. Ohne Abwägungen, einfach mit ein bisschen Phantasie, sich selbst in den Wunsch hineinträumen.


Deswegen halte ich für mich fest:

  • keine Bescheidenheit mehr beim Wünschen

  • bunt gemalte Tagträume erfinden, wie es denn sein könnte

  • Wünsche nicht zensieren, sondern stark definieren

  • Bildersprache nutzen, eine Collage erstellen, Bilder aussuchen, Visionen haben

  • Weggefährten suchen, die unterstützen, beflügeln

  • das kindliche Ich zu Wort kommen lassen


Vielleicht habe ich dich mit meinem Artikel ein bisschen an deine Kindheit erinnert, als die Wünsche und Träume noch eine greifbare Realität für dich waren. Es würde mich freuen, wenn du dir öfters erlaubst, in deinen Träumen deine Wünsche erfüllt zu sehen.





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