Schattengewächse - Nachtschattengewächse: Zwischen Sichtbarem und Verborgenem
- Susanne Heinen

- vor 20 Stunden
- 10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Stunden

Schattengewächse, Nachtschattengewächse, zwei für mich schöne, klangvolle Worte, die den Blick in die Tiefe und auch den Blick in die Natur verbinden. Dieses Thema rührt von meinen langen Waldspaziergängen her, denn nirgendwo wie im Wald kann man so stark spüren, in was für teils dunklen Ecken Pflanzen gedeihen und Wachstum möglich ist.

Wenn ich all diese schönen Plätze auf meinem Rundgang entdecke und ein bisschen weiterdenke, lande ich schnell bei einer Frage, die über die Botanik hinausreicht:
Warum entwickeln gerade Schattengewächse trotz Kühle und Düsternis einen so kräftigen Wuchs und eine eigentümliche Schönheit? Ist das Anpassung, Genügsamkeit, der Wille, mit wenigem das Beste zu erreichen?
Aus diesen Fragen ist mein fortlaufendes Projekt „Nachtschattengewächse – Schattengewächse“ entstanden, in dem sich Naturbeobachtung, Materialexperimente und innere Bildräume miteinander verbinden.
Manche Wörter tragen einfach mehr in sich, als es auf den ersten Blick scheint. „Schattengewächse“ ist so eines. Es klingt zunächst botanisch und beschreibend, doch wenn man einen Moment bei diesem Wort bleibt, öffnet sich ein größerer Raum für künstlerische und philosophische Fragen.
Da sind zuerst die Schattengewächse selbst, Pflanzen, die im Halbdunkel wachsen und mit wenig Licht auskommen. Im Wort steckt aber auch ein zweites, die Nachtschattengewächse, die etwas Zwiespältiges hinzufügen: eine Schönheit, die zugleich anzieht und etwas Abgründiges hat. Schließlich verweist der Schatten noch auf eine dritte Ebene: das Verborgene in uns selbst. Botanisch haben diese drei wenig gemein. Was sie verbindet, ist die Beobachtung, dass etwas im Verborgenen oft gerade dort seine eigene Form und Kraft entwickelt.

In der Kreasphäre®, dem deutschsprachigen Mixed-Media-Jahreskurs von Andrea Gunkler, zeige ich in meinem Tutorial „Schattengewächse – Eine Welt hinter Glas“, wie sich Schattengewächse gestalten lassen, und begrenze das Thema auf die rein gestalterische Ebene.
Mit Transparentpapier, Folien, analogen und digitalen Druckelementen und Naturmaterialien entsteht Schicht für Schicht ein Diorama hinter Glas. Eine Assemblage, in der sich die Elemente überlagern und verbinden.
Das Projekt reicht für mich jedoch weit über dieses gestalterische Tutorial hinaus. Es ist auch Ausgangspunkt für meinen Präsenz-Workshop, in dem du über mehrere Termine tiefer in deine eigene Schatten-Bildsprache eintauchen kannst.
In diesem Artikel nähere ich mich dem Thema aus verschiedenen Richtungen, von der Botanik über Psychologie und Ästhetik bis hin zur Gestaltung.
Inhaltsverzeichnis

Schattengewächse in der Botanik
„Schattengewächse“ ist kein fester botanischer Begriff. Man spricht meist von Schattenpflanzen, wenn Gewächse gemeint sind, die mit wenig Licht auskommen. Sie wachsen dort, wo das direkte Sonnenlicht nur abgeschwächt ankommt: unter Bäumen und Sträuchern, an Waldrändern oder an feuchten, geschützten Stellen. Anders als die Sonnenpflanzen brauchen sie keine volle Helligkeit.

Farn und Efeu gedeihen an solchen Standorten gut. Auch Moos findet seine Nischen dort, wo Feuchtigkeit und wenig direktes Licht zusammentreffen. Es sind keine Pflanzen, die um Aufmerksamkeit konkurrieren müssen. Sie wachsen eher am Rand, unter oder zwischen anderen Gewächsen, und nicht gegen den Schatten an. Sie sind auf ihn eingerichtet, mit größeren, dünneren Blättern, die auch aus wenig Licht noch etwas machen.
Dabei ist Dunkel nicht gleich Dunkel. Es gibt eines, in dem eine Pflanze verkümmert, in dem sie sich dem Licht entgegenstreckt und lang, blass und schwach wird. Man nennt das Vergeilung. Daneben gibt es ein anderes, in dem ein echtes Schattengewächs zu Hause ist und kräftig wächst, gedrungen, mit dunklem, sattem Laub. Für dieses Gewächs ist der Schatten kein Widerstand, er ist seine Bedingung.
💡 Was ist Vergeilung?
Vergeilung beschreibt, was mit einer Pflanze geschieht, die zu wenig Licht bekommt. Sie wächst lang und dünn in die Höhe, die Triebe werden bleich, die Blätter bleiben klein und blass, das Gewebe weich. Die Pflanze streckt sich dem Licht entgegen und wird dabei kraftlos. Man kennt es von vorgezogenen Setzlingen auf der Fensterbank oder von Kartoffeln, die im dunklen Keller lange, weiße Triebe bilden. Der Begriff stammt aus dem Gartenbau, „geil“ meint hier das alte Wort für üppig wucherndes Wachstum.
Was mich daran fasziniert: Diese Pflanzen entwickeln oft eine besondere Feinheit. Ihre Strukturen sind differenziert, ihre Blattadern präzise, ihre Formen von einer großen Genauigkeit. Als ob die reduzierte Lichtzufuhr sie dazu gebracht hätte, feinteiliger, filigraner zu werden. Wer sie zeichnet oder abdruckt, merkt das sofort: Da ist mehr zu entdecken, als man zunächst sieht.
Die Farbwelt der Nachtschattengewächse
Mit dem Wort „Schattengewächse“ verbindet sich für mich noch ein zweites Wort, die Nachtschattengewächse. Dabei meinen die beiden ganz Verschiedenes: Das eine beschreibt Pflanzen, die im Schatten gedeihen, das andere eine botanische Pflanzenfamilie. Zu dieser Familie gehören längst nicht nur giftige Gewächse. Auch Kartoffel, Tomate, Paprika und Aubergine zählen dazu: Vertraute Nutzpflanzen, die in bestimmten Pflanzenteilen ebenfalls einen giftigen Stoff enthalten. Was die beiden Wörter verbindet, ist allein das Wort „Schatten“, das in beiden steckt. Diese sprachliche Nähe wurde für meine gestalterische Arbeit zum Ausgangspunkt. Je mehr ich mich mit den Nachtschattengewächsen beschäftigte, desto mehr interessierte mich die besondere Spannung, die von ihnen ausgeht. Tollkirsche, Stechapfel, Nachtschatten, Alraune. Diese Pflanzen spielen kulturgeschichtlich seit Jahrhunderten eine ganz eigene Rolle. Sie stehen für Ambivalenz, heilend und gefährlich zugleich. Ihre Schönheit ist trügerisch. Alle hier genannten Pflanzen sind giftig, die Tollkirsche schon in kleinen Mengen. Ihre auffällige Erscheinung steht zwischen Faszination und Warnung.
⚠️ Giftig, nicht zum Verzehr, hier weiterlesen
Betroffen sind alle hier genannten Pflanzen: Tollkirsche, Stechapfel, Alraune, Bittersüßer und Schwarzer Nachtschatten. Besonders die dunklen, süßlich wirkenden Beeren der Tollkirsche sind für Kinder trügerisch. Diese Pflanzen sind zum Betrachten und als gestalterische Anregung gedacht, nicht zum Sammeln oder Verzehren. Im Notfall hilft der Giftnotruf weiter, die für dich zuständige Nummer findest du online.

In der Volksmedizin genutzt und zugleich gefürchtet, sind Nachtschattengewächse mit Mythos, Magie, Traum und Grenzerfahrungen verwoben.
Besonders die Alraune hat in europäischen Erzählungen einen geradezu mythischen Charakter bekommen.
Mit ihrer menschenähnlichen Wurzel galt sie lange als Pflanze zwischen den Welten. Halb Mensch, halb Wurzel, halb Wirklichkeit, halb Einbildung.
Ein kleiner Einblick in die Farbwelt:
„Kirsche“ klingt nach Sommer und Süße. Die Tollkirsche ist das Gegenteil: dunkel, giftig, geheimnisvoll. Zwar erinnern ihre schwarzen Beeren in ihrer Form an kleine Kirschen, doch botanisch gehört sie nicht zu den Kirschen, sie ist ein Nachtschattengewächs.

Ihre dunkle Farbe trägt etwas Geheimnisvolles in sich. Das schwere, fast schwarze Violett der reifen Beere strahlt Tiefe aus, statt zu leuchten.
Das Grün der Blätter bildet dazu einen ruhigen Hintergrund und lässt die Beeren umso intensiver wirken.
Auch die glockenförmigen Blüten drängen sich nicht auf. Sie hängen nach unten und schimmern in einem gedämpften Braunviolett. Nichts an dieser Pflanze wirkt offen oder leicht zugänglich. Sie scheint verschlossen, nach innen gerichtet.
Der Bittersüße Nachtschatten zeigt eine ganz andere Farbigkeit. Seine sternförmigen, violettfarbenen Blüten umgeben leuchtend gelbe Staubbeutel. Im Sommer erscheinen die Beeren zunächst grün, später färben sie sich gelblich, orange und schließlich in ein glänzendes Rot. Die Pflanze wirkt beinahe verführerisch und trägt doch dieselbe Ambivalenz in sich: Schönheit und Gift liegen dicht beieinander.

Der Schwarze Nachtschatten dagegen bleibt zurückhaltender. Seine kleinen weißen Blüten mit den gelben Staubbeuteln wirken beinahe unscheinbar. Auch seine Früchte beginnen grün, bis sie sich nach und nach tiefschwarz färben und einen glänzenden Schimmer annehmen.
Gerade diese Verwandlung interessiert mich, die Verdichtung der Farbe, vom Übergang ins Dunkle.

Der Stechapfel schließlich öffnet seine großen, weißen Trichterblüten erst in der Dämmerung, wenn das Licht nachlässt. Bleich, fast mondlichtfarben, mit einem schweren, betäubenden Duft.
Etwas Geisterhaftes liegt in dieser Blässe, als würde das Weiß hier nicht für Reinheit stehen, sondern für das Unheimliche.
Diese Pflanzen bringen keine eindeutige Farbpalette mit. Ihre Farben liegen dicht beieinander, überlagern sich, kippen ins Düstere oder verändern ihre Wirkung durch das Licht und ihre Umgebung. Genau deshalb lassen sie sich für mich nicht mit einem einzigen Farbton erfassen. Sie brauchen Schichtung und Überlagerung, transparente und deckende Flächen, Spuren und Zwischenräume.

So arbeite ich auch gestalterisch in dieser Farb- und Formensprache. Was zunächst fremd oder widersprüchlich wirkt, entfaltet erst im Zusammenspiel seine eigene Spannung.
Der Schatten bei C. G. Jung
Je länger ich mich mit diesen Pflanzen beschäftigte, desto weniger blieb der Schatten für mich eine Eigenschaft ihrer Umgebung. Er wurde zu einem Bild für etwas, das auch in uns existiert: für das, was nicht sofort sichtbar ist, was wir nicht immer sehen wollen und das dennoch zu uns gehört. Damit führte die Spur fast zwangsläufig zu C. G. Jung und seinem Verständnis des Schattens in der Analytischen Psychologie.
Jung bezeichnete als Schatten jene Persönlichkeitsanteile, die nicht zu unserem bewussten Selbstbild passen und deshalb verdrängt oder ins Unbewusste zurückgedrängt werden. Dabei geht es nicht einfach um das Böse oder Negative. Im Schatten können ebenso Eigenschaften, Bedürfnisse oder Fähigkeiten liegen, die wir aus unterschiedlichen Gründen nicht zeigen oder selbst nicht wahrnehmen.

Was mich an diesem Gedanken immer wieder berührt: Der Schatten ist bei Jung kein Feind. Er ist ein Teil von uns, der Aufmerksamkeit verdient. Wer ihn ignoriert, trifft ihn anderswo, in Projektionen, in Reaktionen, in dem, was uns an anderen Menschen unverhältnismäßig stark stört oder fasziniert.
Wer ihm mit Neugier statt mit Abwehr begegnet, entdeckt oft etwas Überraschendes: Da ist nicht nur Dunkel. Da ist auch Kraft, Eigenheit, etwas zutiefst Persönliches. Der Schatten gehört zu uns, auch wenn wir ihn nicht immer sehen möchten.
Im artCounseling erlebe ich das immer wieder. Es geht nicht darum, fertige Antworten zu finden. Das kreative Tun schafft einen Raum, in dem die Begegnung mit dem Unbewussten leichter werden kann und etwas Gestalt annimmt, das vorher noch keine Worte hatte. Man malt, druckt, collagiert, und manchmal entsteht dabei etwas, das einen selbst überrascht. Eine Farbe taucht auf, die nicht geplant war. Eine Form bekommt plötzlich Bedeutung. Ein Bild entwickelt eine Richtung, die während des Gestaltens noch nicht abzusehen war.
Das Interessante daran ist nicht, dass das Verborgene unbedingt sichtbar gemacht werden muss. Manchmal reicht es, ihm überhaupt eine Form zu geben. Schattengewächse, im botanischen wie im übertragenen Sinne, passen zu diesem Gedanken auf eine Weise, die ich nicht vollständig erklären kann, die sich aber beim Arbeiten immer wieder bestätigt. Sie wachsen dort, wo der direkte Blick nicht hingeht. Sie brauchen keine Bühne, und was im Verborgenen wächst, entwickelt oft eine ganz eigene Form und Schönheit. Dieser Arbeit am Verborgenen gehe ich in meinem Präsenz-Workshop „Nachtschattengewächse – Schattengewächse“ nach, über mehrere Termine, in denen wir dem eigenen Schatten gestalterisch begegnen.
Der Schatten in der japanischen Ästhetik
Der Schatten ist nicht nur ein botanisches oder psychologisches Bild, sondern auch ein ästhetisches Prinzip. 1933 widmete der japanische Schriftsteller Jun'ichirō Tanizaki diesem Gedanken seinen Essay „Lob des Schattens“. Für ihn entsteht Schönheit gerade dort, wo das Licht nachlässt: im Dämmerlicht eines Raums, im matten Glanz einer lackierten Fläche und im Schimmer alter Gold- und Silberfäden. Ihr Glanz verändert sich im gedämpften Licht und entfaltet sich erst im Halbdunkel. Auch bei Papier geht es ihm um das Zusammenspiel von Material und Licht. Oberfläche, Struktur und feine Nuancen des Materials entfalten sich für ihn im sanften, indirekten Licht.
Tanizaki denkt das Schöne vom Schatten her, von der Zurücknahme und von dem, was sich dem grellen Blick entzieht. Der Schatten ist dabei kein Mangel an Licht. Er schafft eine eigene Form der Wahrnehmung. Er lässt die Dinge nicht verschwinden, er lässt sie anders erscheinen.
Diese Aufmerksamkeit für Licht und Schatten ist in der japanischen Kultur tief verwurzelt. Es gibt sogar ein eigenes Wort für das Licht, das durch die Blätter der Bäume fällt: Komorebi. Genau dieses Spiel aus gefiltertem Licht und beweglichem Schatten möchte ich im Schattenkasten aufgreifen.

Der Schattenkasten als Bildraum
Diese Vorstellung vom Schatten als Teil der Wahrnehmung findet im Schattenkasten eine räumliche Form. Der Schattenkasten, englisch Shadow Box, ist ein tiefer Rahmen hinter Glas. Als künstlerisches Format wurde er vor allem durch den amerikanischen Künstler Joseph Cornell bekannt. In seinen Assemblagen verband er Fundstücke, Fotografien und kleine Objekte zu poetischen Miniaturwelten. Es sind Bilder, die sich betrachten lassen, ohne sich vollständig erklären zu müssen.
Leider kann ich an dieser Stelle keine Werke von ihm zeigen, da das Bildmaterial geschützt ist. Du findest jedoch bei einer Suche im Internet zahlreiche Abbildungen seiner Arbeiten.

Was mich an diesem Format der Schattenbox besonders anspricht: Es zeigt und schützt zugleich. Es gibt dem Verborgenen einen Rahmen, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Gleichzeitig arbeitet es mit Schichtung, Tiefe und dem Spiel von Licht und Schatten hinter Glas. Transparente Materialien schimmern, undurchsichtige Flächen werfen Schatten, und je nach Lichteinfall verändert sich die Wahrnehmung.
Das Bild bleibt dadurch in Bewegung. Es zeigt sich immer wieder anders, so wie auch das, was im Verborgenen wächst, je nach Blickwinkel eine andere Seite offenbart.
Für mein Projekt „Nachtschattengewächse – Schattengewächse“ wurde der Schattenkasten deshalb fast von selbst zur passenden Form. Er schafft einen Bildraum, in dem Naturmaterialien, Licht und Schatten miteinander in Beziehung treten und das Verborgene seinen Platz findet.
Hier ein kleiner Einblick in mein Tutorial im Jahreskurs der Kreasphäre 26:
Schattengewächse gestalten: Dem Verborgenen Raum geben
Aus einer ersten Beobachtung ist dabei nach und nach ein ganzes Geflecht von Gedanken entstanden. Wenn ich auf das Thema zurückblicke, erstaunt mich selbst, wie viele Fäden darin zusammenlaufen: Schattengewächse in der Botanik, die Geschichten und Vorstellungen, die sich um Nachtschattengewächse ranken, Jungs Schattenbegriff, Tanizakis Blick auf das gedämpfte Licht und schließlich die künstlerische Gestaltung in der Schattenbox. Auf den ersten Blick liegen diese Dinge weit auseinander. Für mich verbindet sie jedoch ein gemeinsamer Gedanke: Es geht um das, was sich nicht sofort zeigt, Zeit benötigt und im Verborgenen eine eigene Form entwickelt.
Dieser Gedanke lässt sich auch auf das eigene Wahrnehmen und Lebensverständnis übertragen. Nicht alles muss sofort ins Licht. Manches braucht den Schatten, um zu werden, was es ist. Gerade das Dunkle, das Gebrochene und das Zweideutige können neue Bilder und Gedanken hervorbringen. Diese Haltung begleitet auch mein Projekt „Nachtschattengewächse – Schattengewächse“.
Beim Gestalten gebe ich dem Verborgenen einen Raum, statt es aufzudecken oder zu erklären. Ich muss noch nicht wissen, was daraus entsteht. Es darf sich zeigen, Schicht für Schicht, in einer Farbe, einer Form, einer Spur oder einem Material.
Zum Abschluss ein kleiner Auszug von einem Gedicht von Rilke:
Du Dunkelheit, aus der ich stamme
ich liebe dich mehr als die Flamme …
Rainer Maria Rilke (1875–1926)

Den Fäden weiter folgen
Vielleicht ist dies für dich kein Thema, das mit dem Lesen endet. Wenn du dem Gedanken weiter folgen möchtest, gibt es drei Möglichkeiten, tiefer einzutauchen.
Tutorial in der Kreasphäre® „Schattengewächse – Eine Welt hinter Glas“: die konkrete gestalterische Arbeit an einem Diorama im Schattenkasten. Dort schichte ich transparente Materialien, gedruckte Elemente und Naturmaterialien übereinander, bis Schritt für Schritt eine kleine Welt hinter Glas entsteht, die mit Licht und Schatten spielt. Einen kurzen Einblick in die Arbeit siehst du im Video. Zur Buchung des Jahreskurses geht es hier.*
*Der Link ist ein Affiliate-Link. Wenn du den Jahreskurs darüber buchst, erhalte ich eine kleine Provision, du zahlst denselben Preis. Vielen Dank für deine Unterstützung.
Videogestaltung: @diesichtbar.online
Präsenz-Workshop: „Nachtschattengewächse – Schattengewächse“, die tiefere Arbeit am Verborgenen über mehrere Termine. Der Workshop findet ab acht Teilnehmenden statt. Bei Interesse schreib mir gern über das Kontaktformular unten auf der Seite.
Jahreszeitliche Diorama-Kurse. Das Gestalten im Schattenkasten, verbunden mit philosophischen Fragen zur jeweiligen Jahreszeit. In Planung. Trag dich in die Warteliste ein, dann sage ich dir Bescheid, sobald es losgeht.
Weiterführende Literatur
Jung, C. G. (2011). Aion: Beiträge zur Symbolik des Selbst (Gesammelte Werke, Bd. 9/2). Patmos. (Original erschienen 1951)
Solomon, D. (2015). Utopia Parkway: The Life and Work of Joseph Cornell (überarb. Aufl.). Other Press. (Original erschienen 1997)
Tanizaki, J. (2010). Lob des Schattens: Entwurf einer japanischen Ästhetik (E. Klopfenstein, Übers.). Manesse. (Original erschienen 1933)

_edited.jpg)



Kommentare