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Meine kurze Essenz von Weihnachten: Dankbarkeit!



Dieses Türchen schreibe ich quasi "in Vertretung", da ein Beitrag überraschend weggefallen ist. Aus diesem Grund hier einige persönliche Gedanken und ein Gedicht von mir.



Das ist das Türchen 22 von meinem Blog Adventskalender 2023. In diesem Beitrag geht es um meine Essenz von Weihnachten. Hierbei habe ich lediglich einen kleinen Teil betrachtet, der gerade für mich jetzt und persönlich präsent ist. Ohne lange Vorrede und Inhaltsverzeichnis geht es direkt los:



Es ist zwei Tage vor Weihnachten und egal, wo man jetzt hingeht, man braucht ein dickes Fell und gute Nerven. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass vor diesen spezielle Feiertagen alle ein bisschen durchdrehen? Es wird rücksichtslos Auto gefahren, sich lautstark im Laden über Wartezeit beschwert und mit einem Gesicht wie "7 Tage Regenwetter" durch die Stadt gehetzt. Manchem möchte ich zurufen: "Weihnachten ist keine Strafe!".


Ich sehe harte Arbeit und Angst vor der Zukunft. Ich gehe durch diese Straßen, die Geschäfte, den Weihnachtsmarkt. Ich sehe dort Menschen, die hart arbeiten und doch ein freundliches Wort haben. Ich sehe all diejenigen, die im Dienst und der Fürsorge für Andere sind, am Limit arbeiten und dennoch versuchen, ihr Bestes zu geben. Ich sehe Menschen, die mit viel Liebe und Aufwand ihren Weihnachtmarktstand gestaltet haben und dort in der Kälte und im Regen stehen. Ich sehe Menschen, die am Boden in Hauseingängen sitzen, wo Armut und Not spürbar ist.


Ich sehe Krankheit und den Wunsch nach Gesundheit. Im Dezember war ich selbst in Kliniken, als Patientin und als Begleiterin. Ich habe sie gespürt, die Angst vor einer Diagnose, die Erleichterung, gesund zu sein. Meine Wirklichkeit schrumpfte in diesem einen Moment auf das Wesentliche zusammen. Ich saß in einem Wartezimmer mit vielen Frauen und mit einigen bin ich ins Gespräch gekommen. Meine größte Hochachtung vor dem Mut, dem Kampfgeist, der Ehrlichkeit, die ich aus deren Erzählungen erfahren habe. In unserem Mitgefühl füreinander waren wir für einen Augenblick verbunden, als Menschen, die leben wollen und die ihr Leben lieben.


Ich sehe Familien, die in Sorge sind um ein Familienmitglied, wo Krankheit und Pflege den Alltag bestimmen. Vielleicht auch ein Abschied. Ich schaue zurück zu all den Menschen, die ich dieses Jahr verloren habe und bin dankbar für die gemeinsame Zeit.


Ich sehe Kriege, Verzweiflung und Not, doch ich sehe auch den Wunsch nach Frieden, den Versuch zur Hilfe, Mitgefühl.


Ich bin dankbar, für all die reichen Schätze, die ich habe: eine Familie, Freunde, die es gut mit mir meinen. Ich bin dankbar, Fürsorge und Wertschätzung durch meine Eltern, meinen Mann und meine beste Freundin zu erhalten. Ich bin dankbar, nicht allein zu sein. Und ich frage dich jetzt, wofür bist du dankbar?



In den folgenden Zeilen steckt mein Wunsch zu Weihnachten und eigentlich für das ganze Jahr, die Zukunft.



Dieses Gefühl von Dankbarkeit möchte ich an dich weitergeben. Weihnachten ist letztlich ein Fest, an dem es nicht um Geschenke und all das "Drumherum" geht. Weihnachten ist ein Gefühl, ein kleiner Glückskern, der in dir steckt. Ich hoffe, dass du ihn finden und immer gut bewahren kannst.





Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr

haben schon manchen um die Besinnung gebracht.


Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)



 



Dies war ein Blogbeitrag im Rahmen des Blog-Adventskalenders 2023.


24 magische Tage voller inspirierender Geschichten, kreativer Ideen und festlicher Stimmung.


Eine Übersicht aller Türchen findest du in meinem Blogbeitrag "24 Tage im Advent: Rückblick zum Blog Adventskalender 2023".


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